Trapped By Views

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Hand-drawn art by Rupali Bhuva
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Gefangen von Meinungen
- von Ajahn Pasanno

Wir wissen, dass alles, was auftaucht, nur eine mentale Formation innerhalb des Geistes ist, nur ein Gedanke oder nur eine Wahrnehmung. Wir können eine Wahrnehmung von etwas haben und erkennen, dass es vergänglich, unbefriedigend ist und nichts mit dem Selbst zu tun hat. Manchmal können wir auf Ansichten oder Auffassungen reagieren, wenn sie zu diesem bestimmten Zeitpunkt nützlich sind, aber wir bauen unser Zuhause oder unser Selbstbewusstsein nicht darauf auf.

Um das wieder mit liebender Freundlichkeit zu verbinden: Es ist sehr freundlich zu sich selbst und anderen, wenn man sich schnell an das letzte Mal erinnern kann, als man wegen einer bestimmten Sichtweise mit jemandem in Konflikt geriet. Du denkst danach darüber nach und fragst dich: "Warum bin ich überhaupt dorthin gegangen? Was sollte das überhaupt bringen?"

Wenn wir nicht von Meinungen gefangen wären, könnten wir in der Regel sehr geschickt reagieren, und das ist äußerst nützlich. Denke über das Gefühl der Nichtkontroverse als Grundlage für liebende Freundlichkeit nach. Es gibt ein Idiom in der Schriftsprache, das diesen mentalen Zustand der Bindung an Ansichten beschreibt: "Das allein ist wahr, alles andere ist falsch." Es ist nicht so, als hätten wir das bewusst durchdacht oder gar im Kopf artikuliert, aber es ist da. Wir können unsere Ansichten ändern, aber in diesem Moment fühlt es sich so an: "Das allein ist richtig und alles andere ist falsch."

Sobald wir uns in einer solchen Position befinden, ist sie die Grundlage für Streitigkeiten und Konflikte. Es ist -über kurz oder lang- die Grundlage für das Gefühl von Irritation und Abneigung. Es wird ein Fehlverhalten vorliegen, wenn es darum geht, diese spezielle Ansicht zu vertreten.

Versuche, dies durch die Kultivierung der liebenden Freundlichkeit sehr bewusst zu machen, um nicht zu erlauben, dass die Meinungsbildung so stark ist. Habe ein Gefühl der Liebe und des Wohlwollens dir selbst gegenüber, denn du bist normalerweise die erste Person, die leidet, wenn du fest in einer bestimmten Ansicht gefangen bist. Dann leiden natürlich auch andere.

Die aktive Anwendung von liebender Freundlichkeit ist nicht nur ein schönes Gefühl, das wir manchmal hervorrufen können, wenn wir auf unserem Sofa sitzen. Es ist eine sehr praktische Umsetzung, wie wir uns mit der Welt um uns herum verbinden können ohne von festen Ansichten gefangen zu werden. Sie bildet die Grundlage für Frieden und Klarheit.

Wir können loslassen -- wir können eine Stimmung, Irritation oder Abneigung loslassen; wir können eine Ansicht loslassen, die im Entstehen ist; wir können eine bestimmte Sichtweise davon loslassen, wie ich meine, dass etwas sein muss; wir können Sinnesbedürfnisse loslassen; und wir können das ganze Konstrukt von "Ich bin" loslassen. Es ist dieses Loslassen, das es uns ermöglicht, einen echten Frieden zu erreichen und zu erleben.

Kernfragen zum Nachdenken: Was hältst du von der Vorstellung, dass wir eine Sichtweise loslassen können, die sich zu entwickeln beginnt? Kannst du eine persönliche Geschichte über den Zugang zu echtem Frieden erzählen, indem du deine Ansichten losgelassen hast? Was hilft dir,von deinen Denkansätzen Abstand zu nehmen?

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Ajahn Pasanno ist der Abt des Abhayagiri Forest Monastery. Auszug oben aus "Reichlich, Erhaben, Unermesslich".






Seed Questions for Reflection

How do you relate to the notion that we can let go of a view that's starting to arise? Can you share a personal story of accessing real peace by letting go of your views? What helps you let go of your perspectives?

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5 Past Reflections
SO
Nov 25, 2019
This very thought...I refuse to be trapped by the fixed gestalt of others....I shared with myself as I shook of the irritation created by power imbalance at work.
PK
Nov 17, 2019
Here is an image. It is about mid-day sun caught through leaves changing color. Reality trapped by beauty…



Click on the image for higher-res photo.
JP
Nov 16, 2019
We all have our views or perspectives and opinions about what is good and what is bad, what is right and what is wrong. If we get strongly attached to our view and judge others who have a different point of view, there is a strong probability of creating contention and conflict or even enmity. When I am with people whose views are different from my views, I become aware of my point of view that is starting to arise in my mind and let it go. That meansI do not get attached to it or bound by it. I do not want to be trapped by my view that can block or hinder my empathic understanding of the other person's point of view. I believe in having open-minded and open-hearted relationships. When I operate this way our relationship thrives. When I am not trapped by my views,I can respond to the other person more skillfully meaning non-judgmentally, empathicallyand respectfully. The ideal way of freeing myself of my view is to recognize that "whatever comes up is just a mental formation w... View full comment
DD
Nov 16, 2019
What comes up in the mind, such as a view or perception, is a mental formation but not 'just' a mental perception, as Pasanno writes. That it's not permanent doesn't mean it's without value -- everything but Being is impermanent. It may be satisfactory and 'not-self'. The challenge is to have a view or perception without being trapped or locked in or controlled by it. We are able to let go of a view -- we can control it rather than it control us. I've accessed peace sometimes by letting go of religious and nationalistic and racial views I learned as a child, and have sometimes accessed more struggle. What helps me let go of my perspectives is being open and seeing what is rather than seeing my thinking, my prejudices, my preconceived notions, and my expectations.