
Stille zwischen den Atemzügen
– von Stephen Levine
Es gibt eine Stille zwischen den Atemzügen,
wenn das Herz zu einer heiligen Flamme wird
und sich der Bauch entspannt, was mich daran erinnert,
wie bemerkenswert es ist,
neben dir einen weiteren Tag zu erwachen.
Zwischen den Todesfällen träumten wir gemeinsam,
zwischen den Atemzügen, in dieser Stille,
die uns seitdem verbindet.
Mit diesem ersten Atemzug
betreten wir die Tanzfläche
und schweben unbemerkt durch die Leere.
Das Heilige ist überall, wohin wir uns auch drehen
und wieder drehen, während sich die Form so großzügig auflöst
und nur der Geliebte zurückbleibt.
In diesem Moment, der ein Leben lang dauert,
gibt es keinen Ort, an dem ich stehen kann,
an dem du nicht neben mir bist,
an dem du mich nicht in meinem Inneren begleitest.
__________________________
Kernfragen zum Nachdenken: Wie können Sie sich mit dem Begriff „Geliebter“ in diesem Gedicht anfreunden? Können Sie eine persönliche Geschichte erzählen, die einen Moment illustriert, in dem Sie eine unerklärliche, aber tiefe Verbindung zu einer heiligen Kraft in Ihnen gespürt haben? Was hilft Ihnen dabei, sich der heiligen Kraft in Ihnen im Alltag bewusst zu werden?
Auszug aus „Breaking the Drought“.