Wisch den Staub weg, wenn du musst, aber wäre es nicht besser,
ein Bild zu malen oder einen Brief zu schreiben,
einen Kuchen zu backen oder einen Samen zu pflanzen;
über den Unterschied zwischen Wunsch und Notwendigkeit nachzudenken?
Wisch den Staub weg, wenn du musst, aber es bleibt nicht viel Zeit,
denn es gibt Flüsse zum Schwimmen und Berge zum Besteigen;
Musik zu hören und Bücher zu lesen;
Freunde, die man schätzen sollte, und ein Leben, das es zu leben gilt.
Wisch den Staub weg, wenn du musst, aber die Welt ist da draußen,
mit der Sonne in deinen Augen und dem Wind in deinem Haar;
ein Schneeflöckchen, ein Regenschauer –
dieser Tag wird nicht wiederkommen.
Wisch den Staub weg, wenn du musst, aber denk daran:
Das Alter wird kommen, und es ist nicht gnädig.
Und wenn du gehst (und gehen musst du),
wirst du selbst noch mehr Staub aufwirbeln.
Rose Milligan lebt in Lancaster, Lancashire, England.
Anregende Fragen zum Nachdenken:
Was hältst du von der Ansicht, dass die alltäglichsten Momente des Lebens – „ein Schneeflöckchen, ein Regenschauer“ – eine Dringlichkeit in sich tragen, der kein noch so gründliches Aufräumen gerecht werden kann, und was löst es in dir aus, wenn du dich mit der Wahrheit auseinandersetzt, dass „dieser Tag nicht wiederkehren wird“? Kannst du eine persönliche Geschichte erzählen, in der du das, was sich wie eine Pflicht oder Verantwortung anfühlte, beiseitegeschoben hast, um dem zu folgen, das in dir lebendiger war – einem Fluss, einem Freund, einer noch unausgereiften Idee –, und was diese Entscheidung darüber offenbart hat, was dir tatsächlich wichtig ist? Was hilft dir dabei, den Unterschied zwischen Wunsch und Bedürfnis im Blick zu behalten, damit das Leben, das du gestaltest, auch das ist, das du tatsächlich leben möchtest?
Rose Milligan lives in Lancaster, Lancashire, England.
How do you relate to the notion that life's most ordinary moments - "a flutter of snow, a shower of rain" - carry an urgency that no amount of tidying can answer, and what does it stir in you to sit with the truth that "this day will not come around again"? Can you share a personal story of a time when you set aside what felt obligatory or responsible to follow something more alive in you - a river, a friend, a half-formed idea - and what that choice revealed about what you actually value? What helps you stay close to the difference between want and need, so that the life you are tending is the one you actually want to have lived?